Die .htaccess-Datei liegt im Root-Verzeichnis des Servers und kann via FTP-Client heruntergeladen und bearbeitet werden.

In Sachen Redirects, also dem Weiterleiten von Besuchern auf eine andere Seite, kommt man an der .htaccess-Datei nicht vorbei. Auch zum Erstellen eines Verzeichnisses mit Zugriffsschutz ist dieses Tool sehr nützlich. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff .htaccess eigentlich und wo kann diese Datei hinterlegt werden?

Was ist eine .htaccess-Datei?

Der Begriff .htaccess steht für hypertext access, also Hypertext-Zugriff. Diese Datei-Art ist textbasiert und ermöglicht es berechtigten Nutzern verzeichnisspezifisch Einfluss auf die Konfiguration eines NCSA-kompatiblen Webservers nehmen zu können. Um den Webserver unter der Anwendung der .htaccess-Datei konfigurieren zu können, muss solch eine Datei erstellt und in das entsprechende Verzeichnis auf dem Server hochgeladen werden. Apache, der meistbenutzte Internet Webserver unterstützt die .htaccess-Dateien.

Folgende Regeln können durch die .htaccess-Datei definiert werden

  • einige Teile der Website können nur per Passwort erreicht werden
  • bestimmte Zugriffsrechte können Nutzern eingeräumt werden
  • es können automatische URL-Weiterleitungen eingerichtet werden
  • Regeln für HTTP-Fehlermeldungen können hinterlegt werden
  • Umschreiben von URLs

Welche Vorteile bieten .htaccess-Dateien für die Suchmaschinenoptimierung?

Die Weiterleitungsfunktionen sind für die Suchmaschinenoptimierung sehr wichtig. Wenn eine Website umzieht, sind die Weiterleitungsfunktionen unverzichtbar. Auch bei einem Umbau oder Relaunch der Website kann die Weiterleitungsfunktion nützlich sein. Wenn nichts entsprechendes hinterlegt wird, gehen viele Server automatisch von einer temporären Weiterleitung aus. In diesem Fall wird automatisch eine „302“ Weiterleitung angezeigt. Um eine „301“ Weiterleitung mithilfe einer .htaccess-Datei einzurichten, können entweder die Module mod_rewrite oder mod_alias genutzt werden. Durch die „301“ Weiterleitung kann eine Übertragung der Suchmaschinen-Platzierung der Quelle der Verlinkung zum Ziel erfolgen. Bei einer „302“ Weiterleitung wäre dies nicht der Fall.

Eigene Fehlerseiten optimieren

Auch im Falle eines Fehlers sollen Nutzer mit hilfreichen Informationen versorgt werden. Die Standard Fehlerseiten, die von vielen Webservern zu Verfügung gestellt werden sind häufig nicht optimal. Mit individuellen Fehlerseiten können Suchfunktionen oder weiterführende Links eingepflegt werden. Dadurch können sich die Nutzer besser orientieren.

Was ist eine .htaccess-Datei und wo wird sie hinterlegt?
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