Bei vielen Seiten ist es aber im Sinne der Suchmaschinenoptimierung und Benutzerfreundlichkeit sinnvoll, sie zu verlinken. (Beitragsbild qimono/pixabay.com)

Definition

Bei Sitewide-Links (im Deutschen “seitenweite Links”) handelt es sich um interne Links auf Webseiten, die auf jeder Unterseite vorhanden sind. Normalerweise werden diese Verlinkungen im Header, Footer oder der Sidebar gesetzt.

Welche Links sollten überall erreichbar sein?

Bei dieser Frage sollte man zwischen den Wörtern “sollten” und “müssen” unterscheiden. Aus § 5 Allgemeine Informationspflichten – Telemediengesetz (TMG) geht hervor, dass das Impressum “leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar” sein muss. Nach Ansicht von Experten gilt dies auch für den Link zur Datenschutzerklärung.

Bei vielen Seiten ist es aber im Sinne der Suchmaschinenoptimierung und Benutzerfreundlichkeit sinnvoll, sie zu verlinken – auch wenn es nicht zwingend notwendig ist. Dazu gehören die Kontakt-Seite, Links zu Kategorie- und Übersichtsseiten sowie die Startseite.

Zusammengefasst: Welche Vor- und Nachteile haben Sitewide-Links?

+ Internetnutzer haben sich daran gewöhnt, dass bestimmte Seiten von überall aus erreichbar sind. So gesehen gehören Sitewide-Links zum Standard, um eine bestmögliche Usability der Webseite zu garantieren.
+ Mit diesen internen Links werden die verlinkten Unterseiten des Webauftritts gestärkt.
+ Da in den meisten Content-Management-Systemen Menüs definiert werden können, müssen die Links natürlich nicht bei jeder Seite per Hand eingesetzt werden. Auch das Bearbeiten der Links funktioniert so automatisch auf allen Unterseiten.

Auf fremde Domains sollte nur in Ausnahmefällen seitenweit verlinkt werden.

Welchen Einfluss haben Sitewide-Links auf Rankings?

Bis 2014 wertete Google Sitewide-Links nicht. Weder positiv noch negativ – einfach gar nicht. Ein Grund war hierfür u. a., dass es früher in Content-Management-Systemen wie WordPress nicht möglich war einzustellen, auf welcher Unterseite welches Widget angezeigt wird. Doch dank findiger Plugin-Entwickler ist dies schon länger möglich und so wurden die Links wieder gewertet – unabhängig davon, ob sie in einem Widget sind oder nicht. Experten gehen aber davon aus, dass nur ein Link pro Domain auf eine Unterseite beim Ranking ins Gewicht fällt.

Doch Achtung: Für Google steht der Mehrwert seiner Nutzer an oberster Stelle. Handelt es sich bei den Links um Ziele minderer Qualität, werden sie weiterhin nicht beachtet.

Können Sitewide-Links zu Strafen von Google führen?

Unter “sauberen” Links versteht Google nicht nur, dass die Linkziele hochwertige Inhalte bieten. Genauso sind versteckte Links und kaputte Ziele ein No-Go. Wenn Nutzer beispielsweise auf einer 404 bzw. Fehler-Seite landen ist das wenig förderlich für das Ziel, ihnen die bestmöglichen Inhalte zu präsentieren.

Um solche Probleme zu vermeiden, empfehlen wir sogenannte Sitewide-Link-Checker. Diese überprüfen mithilfe sogenannter Crawler eine Webseite und kontrollieren, ob die Linkziele funktionieren. Falls nicht erhält man eine Übersicht aller kaputter Links.

Ein weiteres Problem ist sogenanntes Keywordstuffing mit Sitewide-Links. Wie bereits erwähnt steht der Mehrwert der Suchmaschinennutzer für Google an erster Stelle. Dieser entsteht allerdings nicht, wenn es unzählige seitenweite Links gibt, die sich hinter den immergleichen Keywordphrasen verstecken. Dadurch kann übrigens in extremen Fällen auch Duplicate Content entstehen, der definitiv negativ für die Bewertung einer Webseite ist.

Der Einfluss von Sitewide-Links auf die Linkpopularität und Domainpopularität

Bei der Bewertung der Relevanz von Suchergebnissen setzt Google auf eine Vielzahl von Kriterien. Dazu gehören auch die Linkpopularität und Domainpopularität. Erstere gibt an, wie viele Links auf eine Seite zeigen. Letztere, wie viele verschiedene Domains auf die Webseite verlinken.

Beispiel 1:

  • der Wert für die Linkpopularität liegt bei 500
  • der Wert für die Domainpopularität liegt bei 10

Das heißt es verweisen zwar 500 Links auf eine Zielseite, aber nur von 10 verschiedenen Domains. Das ist ein Indikator dafür, dass die 10 Domains entweder mehrfach verlinken oder nur ganz wenig und dafür gibt es mehrere Hundert interne Links. In dem Fall sollte man dringend an einer Backlink-Strategie arbeiten und für zusätzliche externe Verlinkungen sorgen.

Beispiel 2:

  • der Wert für die Linkpopularität liegt bei 500
  • der Wert für die Domainpopularität liegt bei 250

Auch bei diesem Beispiel verweisen 500 Links auf eine Zielseite – allerdings von 250 verschiedenen Domains im Internet. Das ist ein Indikator dafür, dass scheinbar 250 Webseiten-Administratoren die Inhalte der Seite für so wichtig empfunden haben, dass sie darauf verlinken.

 

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